Es war mein fünftes Schweigeretreat. Dieses Mal führte mich die Reise etwas weiter weg – an den Königssee in Bayern, in ein Seminarhaus in Schönau. Begleitet wurde das Retreat von Lisa Grashey. Eigentlich hatte ich mir für dieses Jahr vorgenommen, kein Schweigeretreat zu besuchen. Doch wie so oft im Leben kam es anders.
Ich fühlte mich zu dieser Zeit innerlich verloren, weit entfernt von meinem „Selbst“. Eine tiefe Sehnsucht nach Stille war da – fast „zufällig“ stieß ich auf dieses Retreat, und heute bin ich sehr dankbar, dass ich diesem Ruf gefolgt bin. Vielen Dank Lisa!
Was bleibt, wenn jede Ablenkung wegfällt?
Stille im Außen. Kein Telefon. Keine Bücher. Keine Blickkontakte. Nur ich – und die Stille. Ich bemerke, wie meine Gedanken regelrecht dankbar sind, endlich Raum und Aufmerksamkeit zu bekommen. Zunächst wird es im Inneren laut. Sehr laut. Und doch schaue ich mutig hin, begegne dem, was sich zeigt. Die unaufhörlich kreisenden Gedanken wollen gesehen, gehört und gefühlt werden, bevor sie langsam zur Ruhe kommen dürfen. Für mich sind es die Momente der Klarheit, Momente, in denen ich Vertrauen und Selbstliebe tief in meinem Herzen spüre.
Momente, in denen ich meinem „SELBST“ ganz nah bin, Momente tiefer Zufriedenheit und Dankbarkeit. Sie erinnern mich daran, dass alles, was ich brauche, bereits DA ist. Und dass etwas in mir heilen darf – und kann. Das ist meine Motivation, immer wieder in die Stille einzutauchen.
Ich verbinde mich mit der Weisheit, die immer war, ist und sein wird, über alle Zeitalter hinweg, die wahre Weisheit, die erhabene grossartige Weisheit
Danke fürs Lesen, eure Silvia von RAUSZEIT

